Adveniat regnum tuum
ERZBISCHOF MATHEW
Arnold Harris Mathew wurde 1853 geboren und im Jahre 1877 in der Römischen Kirche zum Priester geweiht. Einige Jahre später zog er sich von der priesterlichen Arbeit zurück, da ihm offensichtlich an der Römischen Kirche als Organisation manches missfiel. Mit der Alt-Katholischen Kirche kam er durch einen früheren römisch-katholischen Priester in Kontakt, der überzeugt war, dass bei Gründung einer Alt-Katholischen Kirche in England Konvertiten aus der römisch-katholischen Geistlichkeit von allen Seiten zuströmen würden. Aufgrund dieses Hinweises schrieb Mathew darüber an den Erzbischof von Utrecht bezüglich der Gründung einer solchen Mission. Zu diesem Zwecke wurde er selbst in Utrecht am 28. April 1908 von dem dortigen Erzbischof mit voller Zustimmung des gesamten Alt-Katholischen Klerus zum Bischof geweiht. In und um London begann er dann. Gottesdienste abzuhalten und Priester zu weihen.
Die erwartete Flut von Konvertiten aus dem römischen Klerus blieb aus. Die Annahme, dass eine Grundlage für die damals gehegten Hoffnungen vorhanden war, dass nämlich unter dem damaligen römischen Klerus Unruhe herrschte, ist jedoch nicht irrig. Der Fehler, der gemacht wurde, lag in der Annahme, dass diese Unruhe genügen würde, eine große Anzahl von Priestern zu veranlassen, ihr Treuegelübde zu missachten, vielleicht insbesondere auch deshalb, weil keine finanzielle Versorgung gegeben war, die ihren Lebensunterhalt gewährleistet hätte.
Nach einer Meinungsverschiedenheit mit dem bischöflichen Stuhl von Utrecht wurde Bischof Mathew im Jahre 1911 von seiner Gemeinde zum Erzbischof gewählt, aber sein Erfolg war gering, wenn man nach der Größe dieser Gemeinde urteilt.
Als James Ingall Wedgwood 1913 mit Erzbischof Mathew in Kontakt kam, war er überrascht zu sehen, dass die Mitglieder der Mission «an den Fingern einer Hand» gezählt werden konnten. Erzbischof Mathew war sehr fromm und gelehrt und hatte großen persönlichen Charme. aber nicht die Kraft, die Menge anzuziehen. Während sein Charakter und seine Redlichkeit niemals in Frage gestellt worden sind, hatte er doch eine Neigung zu streiten, und bald hatte er die Beziehungen mit Utrecht abgebrochen. Er hatte sich mit der anglikanischen Gemeinde verfeindet und erbot sich, in einem Brief an den Erzbischof von Canterbury, deren Weihen zu regulieren. Dann stritt er mit den Theosophen in seiner Bewegung und auch mit seinem eigenen Auxiliar-Bischof Willoughby.
Fortsetzung
ERZBISCHOF MATHEW
Arnold Harris Mathew wurde 1853 geboren und im Jahre 1877 in der Römischen Kirche zum Priester geweiht. Einige Jahre später zog er sich von der priesterlichen Arbeit zurück, da ihm offensichtlich an der Römischen Kirche als Organisation manches missfiel. Mit der Alt-Katholischen Kirche kam er durch einen früheren römisch-katholischen Priester in Kontakt, der überzeugt war, dass bei Gründung einer Alt-Katholischen Kirche in England Konvertiten aus der römisch-katholischen Geistlichkeit von allen Seiten zuströmen würden. Aufgrund dieses Hinweises schrieb Mathew darüber an den Erzbischof von Utrecht bezüglich der Gründung einer solchen Mission. Zu diesem Zwecke wurde er selbst in Utrecht am 28. April 1908 von dem dortigen Erzbischof mit voller Zustimmung des gesamten Alt-Katholischen Klerus zum Bischof geweiht. In und um London begann er dann. Gottesdienste abzuhalten und Priester zu weihen. Die erwartete Flut von Konvertiten aus dem römischen Klerus blieb aus. Die Annahme, dass eine Grundlage für die damals gehegten Hoffnungen vorhanden war, dass nämlich unter dem damaligen römischen Klerus Unruhe herrschte, ist jedoch nicht irrig. Der Fehler, der gemacht wurde, lag in der Annahme, dass diese Unruhe genügen würde, eine große Anzahl von Priestern zu veranlassen, ihr Treuegelübde zu missachten, vielleicht insbesondere auch deshalb, weil keine finanzielle Versorgung gegeben war, die ihren Lebensunterhalt gewährleistet hätte.
Nach einer Meinungsverschiedenheit mit dem bischöflichen Stuhl von Utrecht wurde Bischof Mathew im Jahre 1911 von seiner Gemeinde zum Erzbischof gewählt, aber sein Erfolg war gering, wenn man nach der Größe dieser Gemeinde urteilt. Als James Ingall Wedgwood 1913 mit Erzbischof Mathew in Kontakt kam, war er überrascht zu sehen, dass die Mitglieder der Mission «an den Fingern einer Hand» gezählt werden konnten. Erzbischof Mathew war sehr fromm und gelehrt und hatte großen persönlichen Charme. aber nicht die Kraft, die Menge anzuziehen. Während sein Charakter und seine Redlichkeit niemals in Frage gestellt worden sind, hatte er doch eine Neigung zu streiten, und bald hatte er die Beziehungen mit Utrecht abgebrochen. Er hatte sich mit der anglikanischen Gemeinde verfeindet und erbot sich, in einem Brief an den Erzbischof von Canterbury, deren Weihen zu regulieren. Dann stritt er mit den Theosophen in seiner Bewegung und auch mit seinem eigenen Auxiliar-Bischof Willoughby.
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